VfU Mediathek

Finance & Sustainability

Was ist die Mediathek?

Die Mediathek stellt ausgewählte Materialien (z.B. Artikel, Berichte, Gesetze, Regularien, Studien, Veranstaltungsdokumentationen, Webinare etc.) zum Thema Nachhaltigkeit & Finanzwesen aus verschiedenen Quellen zentral an einem Ort zur Verfügung – aktuell und praxisrelevant. Sie sind über Freitextfeld oder erweiterte Suche leicht auffindbar. Registrierte Nutzer können die Einträge kommentieren, bewerten und diskutieren.

Daneben werden in sogenannten Themendossiers Spezial- oder besonders relevante Themen knapp und verständlich vorgestellt, eingeordnet und mit weiterführenden Literaturhinweisen versehen. Nutzerinnen und Nutzern wird dadurch der Einstieg in die betreffende Thematik erleichtert.

Die Mediathek ist in der Grundleistung frei nutzbar, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Finanzinstituten, die Mitglied des VfU sind, können zusätzliche Informationen des VfU und seiner Partner nutzen.

Mit der VfU Mediathek machen wir Wissen, Informationen und Medien zum Thema Nachhaltigkeit & Finanzwesen, bzw. Sustainable Finance auf einer zentralen Plattform strukturiert auffindbar.
Julia Taeschner

Vorstandsvorsitzende

Themen A-Z

Biodiversität

Biodiversität oder biologische Vielfalt ist in den biologischen Wissenschaften ein Bewertungsmaßstab für die Fülle unterschiedlichen Lebens in einem bestimmten Landschaftsraum oder in einem geographisch begrenzten Gebiet.

EU Aktionsplan

Der von der EU-Kommission 2018 vorgelegte Aktionsplan zur »Finanzierung nachhaltigen Wachstums« bildet die Grundlage für eine Reihe von europäischen Regulierungsvorhaben. Mit zehn Maßnahmenpaketen sollen Kapitalflüsse auf nachhaltige Investitionen umgelenkt, finanzielle Risiken, die sich aufgrund von Nachhaltigkeitsund Klimarisiken ergeben, bewältigt und Transparenz sowie Langfristigkeit im Finanzwesen gefördert werden.

Klima- und Nachhaltigkeitsbezogene Berichterstattung

Für Finanzinstitute ergibt sich im Rahmen des EU Aktionsplan und anderer Regulierungen eine neue Berichtsanforderungen. Die Anforderungen umfassen einerseits nichtfinanzielle Angaben zum Management von nichtfinanziellen Risiken im Unternehmen, als auch Angaben zu den entsprechenden Risiken und Chancen, die sich in ihren Portfolios, Transaktionen und Kundenbeziehungen befinden.

Klima- und Nachhaltigkeitsrisiken

Meist werden unter klimabezogenen und Umweltrisiken die zwei Hauptrisikotreiber physische Risiken und Transitionsrisiken verstanden.

Menschenrechte

Als Menschenrechte werden moralisch begründete, individuelle Freiheits- und Autonomierechte bezeichnet, die jedem Menschen allein aufgrund seines Menschseins gleichermaßen zustehen.

Nachhaltigkeits-bezogene Offenlegung

Verpflichtung von Finanzmarktteilnehmer zur Offenlegung von bestimmten nachhaltigkeitsbezogenen Informationen auf Unternehmens- und Produktebene.

Post Covid 19

COVID-19 (Abk. für englisch coronavirus disease 2019, deutsch Coronavirus-Krankheit-2019 umgangssprachlich auch Corona genannt) ist eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Virusinfektion, die verantwortlich für die globale Pandemie ab 2020 ist.

Additionalität

Sicherstellung, dass zum Beispiel eine erzielte CO2-Reduktion nicht ohnehin geschehen wäre und dass sie nicht doppelt angerechnet wird. Beispielsweise besteht die Gefahr, dass die Effekte von Aufforstungsmaßnahmen in Ländern des Globalen Südens oder die Stromgewinnung aus Wasserkraft in den skandinavischen Ländern einerseits von denen geltend gemacht werden, die diese Maßnahmen bezahlen oder entsprechende Zertifikate kaufen, und andererseits zusätzlich von den Ländern, die dann womöglich bei anderen Maßnahmen nachlassen.

Aktive Eigentümerschaft (Active Ownership)

Damit sind Anleger gemeint, die sich mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) befassen, indem sie über diese Themen abstimmen oder sich mit Unternehmensmanagern und Aufsichtsräten darüber austauschen. Aktive Beteiligung wird genutzt, um die Geschäftsstrategie und die Entscheidungen des Unternehmens zu beeinflussen, um das Risiko zu verringern und den nachhaltigen, langfristigen Shareholder Value zu steigern.

Asset Overlays

Dies bezieht sich auf Ausschlusskriterien, die nicht nur für ein bestimmtes nachhaltiges Anlageprodukt gelten, sondern für die gesamte Vermögensbasis eines Vermögensverwalters oder institutionellen Anlegers. Häufig gelten solche Kriterien für umstrittene Waffen wie Streubomben, Landminen und Atomwaffen.

Ausschluss

Ein Ansatz, der Unternehmen, Länder oder andere Emittenten aufgrund von Aktivitäten ausschließt, die als nicht investierbar gelten. Ausschlusskriterien (basierend auf Normen und Werten) können sich auf Produktkategorien (z.B. Waffen, Tabak), Aktivitäten (z.B. Tierversuche) oder Geschäftspraktiken (z.B. schwere Menschenrechtsverletzungen, Korruption) beziehen.

Ausschlusskriterien

Definierte Kriterien, aufgrund derer ein Investments oder Investmentklassen, wie Unternehmen, ein Land oder ein Emittent als nicht investierbar angesehen werden. Ausschlusskriterien können sich auf Produktkategorien (z. B. Waffen, Tabak), Aktivitäten (z. B. Tierversuche) oder Praktiken (z. B. schwere Menschenrechtsverletzungen, Korruption) beziehen. Sie können auch auf persönlichen Werten (z. B. Glücksspiel) oder auf Risikoerwägungen (z. B. Kernkraft) beruhen.

Best In Class / Positive Screening

Ansatz, bei dem die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung (ESG) eines Unternehmens oder Emittenten auf der Grundlage eines Nachhaltigkeitsratings mit der ESG-Leistung seiner Konkurrenten (d. h. der gleichen Branche oder Kategorie) verglichen wird. Alle Unternehmen oder Emittenten mit einem Rating über einem bestimmten Schwellenwert werden als investierbar betrachtet. Der Schwellenwert kann unterschiedlich hoch angesetzt werden (z. B. 30 % der Unternehmen mit der besten Leistung oder alle Unternehmen, die ein Mindest-ESG-Rating erreichen).

Best of All

Anlagestrategie, nach der basierend auf ESG-Kriterien die besten Unternehmen über sämtliche Branchen und Kategorien hinweg ausgewählt werden.

Biodiversität

Biodiversität oder biologische Vielfalt ist in den biologischen Wissenschaften ein Bewertungsmaßstab für die Fülle unterschiedlichen Lebens in einem bestimmten Landschaftsraum oder in einem geographisch begrenzten Gebiet.

Biodiversitätskonventionen

Internationales Umweltabkommen, das Ziele für den weltweiten Artenschutz, etwa durch die Verhinderung von Überfischung, einen gerechteren Rahmen für den Zugang zu genetischen Ressourcen und für eine ausgewogenere Beteiligung an den Vorteile und Gewinnen setzt.

Blended Finance

Unter Blended Finance (Mischfinanzierung) versteht man den ergänzenden Einsatz von Zuschüssen (in der Regel aus öffentlichen Quellen) und zuschussfreien Finanzierungen aus privaten und/oder öffentlichen Quellen. Solche Strukturen werden eingesetzt, um Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsprojekte, die ansonsten finanziell nicht tragfähig wären, für private Investoren attraktiv zu machen. Die IFC verwendet den Begriff „Blended Finance“, um sie von der „konzessionären Finanzierung“ zu unterscheiden, die einen Zuschussanteil von mindestens 25 % erfordert. Obwohl Blended Finance eine konzessionäre Komponente hat, wird der Zuschussanteil der Investition minimiert, um eine Verdrängung privater Finanzierungen zu vermeiden.

Blue Economy

Der Unternehmer Guter Pauli prägte durch seine Buchveröffentlichung im Jahr 2010 den Begriff der Blue Economy. Dabei bezieht sich die Farbe Blau auf die Farbe des Ozeans, des Himmels und der Erde, wenn sie vom Weltall aus betrachtet werden.

Broad SI

Nachhaltigkeitskriterien und -ansätze können auf Mainstream-Produkte oder die gesamte Vermögensbasis eines Fondsmanagers oder institutionellen Vermögensinhabers angewandt werden, indem sie in den Anlageprozess integriert werden. Die Anwendung der Nachhaltigkeit beruht in diesen Fällen auf einer allgemeinen Nachhaltigkeitspolitik/einem allgemeinen Nachhaltigkeitskonzept und nicht auf einer produktspezifischen Politik, auf die im Produktprospekt verwiesen wird. In der Regel wenden solche nachhaltigen Mainstream-Investitionen einen der folgenden Ansätze oder eine Kombination davon an: Ausschlüsse, normenbasiertes Screening, ESG-Integration, ESG-Voting, ESG-Integration.

Carbon Bubble

Die Kohlenstoffblase ist eine Investitionsblase, die sich aus der Unvereinbarkeit des Zwei-Grad bzw. eins-komma-fünf Grad-Ziels mit dem Abbau und der Nutzung weiter Teile der bekannten Ressourcen an fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle und Erdgas ergibt.

Carbon Capture and Storage (CCS)

Das Kürzel CCS steht im Englischen für Carbon Capture and Storage. Gemeint sind Verfahren, bei denen das entstehende CO2 abgeschieden und gelagert wird. Durch diese Technik soll verhindert werden, dass das CO2 in die Atmosphäre gelangt und zum voranschreiten des Klimawandels beitragen kann.

Carbon Footprint

Der CO2-Fußabdruck bezeichnet die Menge an Treibhausgasen, ausgedrückt in CO2-Äquivalenten (CO2e), die durch die geschäftlichen Aktivitäten eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum, meistens einem Jahr, emittiert werden. Die Ermittlung folgt dabei internationalen Standards wie dem GHG-Protocol (Scope 1 bis 3).

Carbon Finance

Oberbegriff für Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit der Eindämmung des Klimawandels und der Anpassung daran. Er bezieht sich insbesondere auf Investitionen in Projekte zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und die damit verbundene Schaffung von CO2-Zertifikaten, Finanzinstrumenten, die auf Kohlenstoffmärkten gehandelt werden können.

Carbon Neutral

Dies ist der Fall, wenn die Netto-Kohlenstoffemissionen einer Organisation gleich Null sind. Der Prozess erfordert die Messung der gesamten CO2-Emissionen, aktive Schritte zur Reduzierung der Emissionen, wo immer das Unternehmen dies kann, und den Erwerb von CO2-Zertifikaten zum Ausgleich der CO2-Emissionen, die nicht aus dem Betrieb eines Unternehmens eliminiert werden können. Die CO2-Zertifikate tragen zur Finanzierung von Projekten zur Verringerung der CO2-Emissionen bei (z. B. durch den Ersatz fossiler Energieerzeugung durch Projekte für erneuerbare Energien). Die tatsächliche Machbarkeit von Carbon Neutral wird regelmäßig in Frage gestellt, insbesondere da häufig der Erwerb von CO2-Zertifikaten, aufgrund der niedrigen Preise, vor tatsächlichen Emissionsreduzierungen durchgeführt wird.

CDP

CDP, ursprünglich Carbon Disclosure Project, ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die umfangreiche Datenbanken mit Umweltdaten von Unternehmen bereitstellt. Die bekannteste Datenbank bietet Einblicke in die Kohlenstoffemissionen und Strategien von Unternehmen. Neben den Kohlenstoffdaten bietet das CDP auch Daten zu Wasser, Forstprodukten, Lieferketten und mehr. Weitere Inforamtionen finden Sie unter: www.cdp.net

Climate Action Plan

Fachjargon für den „Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ auch genannt EU Aktionsplan, der von der EU Kommission am 8. März 2018 veröffentlicht wurde. Der Aktionsplan soll helfen, eine nachhaltigere und umweltverträgklichere Wirtschaft zu schaffen, unter anderem in dem Gütezeichen für nachhaltige Finanzprodukte eingeführt werden.

Club of Rome

Der Club of Rome wurde 1968 in Rom gegründet als ein neuer Weg, die Weltproblematik anzupacken, mit der die Gesellschaft konfrontiert wurde, weil die bestehenden Wege zu eng und die Regierungen zu stark in Ressorts unterteilt waren.

CO2- oder Emissionsminderungszertifikate (vgl. auch VER)

Geprüfte und entsprechend anerkannte Klimaschutzprojekte können für jede von ihnen nachweislich eingesparte Tonne CO2 ein Emissionsminderungszertifikat ausgeben. Je nach Größe und eingesetzter Technologie variiert die Menge der jeweils generierten Emissionsminderungsnachweise von Projekt zu Projekt. CO2-Zertifikate können von Unternehmen, Organisationen oder Privatpersonen im sogenannten freiwilligen Markt erworben und für die Kompensation eigener CO2-Emissionen genutzt werden. Dazu wird das jeweilige Zertifikat in öffentlichen Registern stillgelegt. Damit ist sichergestellt, dass jede Tonne an CO2-Einsparungen nur genau einmal für die Kompensation genutzt werden kann. Die tatsächliche Wirkung von CO2 Zertifikaten wird oft in Frage gestellt und ist umstritten.

CO2-Fussabdruck

Bei dem CO2 Fußabdruck (carbon footprint) handelt es sich um die Menge an CO2-Emissionen, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht.

CO2-Grenzausgleichssystem

Ein Entschluss des EU Parlamants vom 10. März 2021 durch den bestimmte Importe aus Ländern mit geringeren Klimaschutzstandards außerhalb der EU mit einer CO2-Abgabe versehen werden können.

CO2-Kompensation

Da der Klimawandel ein globales Phänomen ist, können Treibhausgas-Emissionen, die an einem Ort entstehen, durch die Vermeidung oder Verminderung von Emissionen an einem anderen Ort der Erde ausgeglichen werden.

CO2-Schattenpreis

Mit einem CO2-Schattenpreise setzen Unternehmen intern einen einheitlichen CO2-Preis oder eine Preisspanne als zusätzlichen Kostenfaktor bei der Bewertung ihrer Investitionen und für sie entstehender Risiken fest. Dies kommt einer Internalisierung von externen (Klima-)Kosten gleich (s. u.: Internalisierung externer Effekte). Die Reduktion von Emissionen, Energieeinsparung und -effizienz können so gezielt gefördert und zukünftige Emissionen vermieden werden.

Corporate Citizenship

Unter „Corporate Citizenship“ (CC) versteht man bürgerschaftliches oder gesellschaftliches Engagement. Dies ist ein nur kleiner Teilbereich unternehmerischer Verantwortung.

Corporate Governance

Unter Corporate Governance versteht man eine gute und transparente Unternehmensführung.

Corporate Social Responsibility

Unter Corporate Social Responsibility oder kurz CSR ist die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen als Teil des nachhaltigen Wirtschaftens zu verstehen.

CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Ergänzungsgesetz zum HGB, welches den Lagebericht um eine „Nichtfinanzielle Berichterstattung“ ergänzt, welche über die unternehmerischen Maßnahmen im Bereich Corporate Social Responsibility berichtet. Weitere Informationen finden Sie hier.

Core SI

Nachhaltige Anlageprodukte (Investmentfonds und diskretionäre Mandate) mit einer schriftlichen Nachhaltigkeits-Anlagepolitik als Teil des Prospekts oder des Vertrags werden als Core SI betrachtet. In der Regel wenden solche nachhaltigen Anlageprodukte mehrere Ansätze an (d. h. Ausschlusskriterien in Kombination mit einem Best-in-Class-Ansatz oder einem ESG-Integrationsansatz in Kombination mit ESG-Abstimmungen und Engagement).

Covid 19 / Post Covid 19

COVID-19 (Abk. für englisch coronavirus disease 2019, deutsch Coronavirus-Krankheit-2019 umgangssprachlich auch Corona genannt) ist eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Virusinfektion, die verantwortlich für die globale Pandemie ab 2020 ist.

Corporate Governance / Unternehmensführung / Governance-Faktoren (G von ESG)

Governance-Faktoren im Rahmen von ESG-Kriterien bei Investitionen beziehen sich auf das System von Strategien und Praktiken, durch das ein Unternehmen geleitet und kontrolliert wird. Dazu gehören unter anderem Transparenz bei der Vorstandsvergütung, Unabhängigkeit der Vorstände und Aktionärsrechte. Unter Corporate Governance wird insgesamt die Verantwortung von Vorständen hinsichtlich der sozialen und ökologischen Performance ihres Managements und der Unternehmenskultur verstanden.

Corporate Social Responsibility (CSR) / Corporate Responsibility (CR)

Hierunter werden im Wesentlichen folgende Aspekte verstanden:

  • Umwelt
  • Arbeitnehmer
  • Soziales
  • Achtung der Menschenrechte sowie
  • Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Der Begriff bezieht sich auf die Verpflichtung einer Organisation, über die gesetzlichen Vorschriften hinaus sicherzustellen, dass die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen ihres Handelns einen Nettonutzen für die Gemeinschaften und die Gesellschaft schaffen. Dahinter steht die Überzeugung, dass alle Unternehmen eine „Sorgfaltspflicht“ gegenüber allen ihren Stakeholdern in allen Bereichen ihrer Geschäftstätigkeit haben und dass ein verantwortungsbewusster Bürger den langfristigen Geschäftserfolg eines Unternehmens verbessert.

Dekarbonisierung

Dekarbonisierung ist die Abkehr der Energiewirtschaft von der Nutzung kohlenstoffhaltiger Energieträger. Handlungen, durch die Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt wird, sollen durch Prozesse ersetzt werden, bei denen diese Freisetzung ausbleibt oder kompensiert wird.

Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK)

Der DNK ist ein Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Bei großen Unternehmen ist das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz und die Nichtfinanzielle Berichterstattung seit 2017 verpflichtend. Der DNK bietet sowohl für große Unternehmen als auch für KMU einen Leitfaden zum Reporting ihrer CSR-Maßnahmen.
Weitere Informationen finden Sie hier: www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de

Diversität

Diversität steht für die Unterscheidung und Anerkennung von Gruppen. und individuellen Merkmalen. Meist werden sechs Bereiche unterschieden: Alter, Geschlecht, Kultur, sexuelle Orientierung, Behinderung und Religion. Vielfaltsmanagement zielt darauf ab, die Diversität der Mitarbeiter konstruktiv und gewinnbringend zu nutzen.

»Do no significant harm«-Regel

Die »Do no significant harm«-Regel besagt, dass wesentliche Beiträge zur Erreichung eines bestimmten Ziels nur dann geleistet werden dürfen, wenn sie anderen keinen erheblichen Schaden zufügen. Es soll damit gewährleistet werden, dass bestimmte soziale oder ökologische Ziele nur verfolgt werden dürfen, wenn sie anderen Nachhaltigkeitszielen nicht signifikant zuwiderlaufen.

Doppelte Wesentlichkeit

Unternehmen müssen in ihrer Berichterstattung bereits »wesentliche« Informationen darüber offenlegen, wie sich gesellschaftliche und ökologische Entwicklungen negativ auf den Unternehmenserfolg (finanzielle Wesentlichkeit) auswirken können (»Outside-in-Perspektive«). Die doppelte Wesentlichkeit erweitert diese Berichterstattungspflicht um jene Risiken und Wirkungen, die von Unternehmen verursacht werden und sowohl
gesellschaftliche Wohlfahrt als auch biosphärische Zukunftsfähigkeit beeinträchtigen können (Nachhaltigkeitswesentlichkeit, »Inside-out-Perspektive«). Ebenfalls etabliert ist der synonym verwendete Begriff »Doppelte Materialität«.

Emissionshandel der EU

Mit dem 1. Januar 2005 trat das Emissionshandelssystem der EU (folgend: EU-ETS) in Kraft. Es soll dazu beitragen, kostenwirksam und wirtschaftlich effizient den Ausstoß von Treibhausgasen in der EU zu reduzieren.

Engagement

Der Dialog zwischen Investoren und Unternehmen mit dem Ziel die Unternehmensführung für die Berücksichtigung von sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien zu gewinnen.

Engagement Clearinghouse

Von den Principles for Responsible Investments (PRI) angebotene Plattform für institutionelle Anleger und Vermögensverwalter zur Zusammenarbeit bei Engagement-Aktivitäten mit Unternehmen, in die investiert wird. Ein Investor stellt geplante Engagement-Aktivitäten vor und sucht andere Investoren, die Briefe mitunterzeichnen oder aktiv zu Engagement-Aktivitäten beitragen. Der Zugang ist nur für PRI-Unterzeichner möglich.

Engagement-Overlay-Dienst

Eine Drittpartei, die sich im Namen von Aktionärskunden für ESG-Themen bei den Unternehmen einsetzt, in die investiert wird.

Environmental Factors / Umweltfaktoren (E der ESG)

Zu den Umweltfaktoren, die im Rahmen von ESG-Kriterien bei Investitionen berücksichtigt werden, gehören unter anderem der ökologische Fußabdruck eines Unternehmens oder Landes (z. B. Energieverbrauch, Wasserverbrauch, VfU Kennzahlen), Umweltmanagement (z. B. Umweltmanagementsystem nach ISO 14 001, EMAS) und ökologische Produktverantwortung (z. B. Autos mit niedrigem Kraftstoffverbrauch).

Environmental Lending / Umweltfinanzierung

Bezieht sich auf die Kreditvergabe für Umweltprojekte oder -unternehmen, die häufig von multinationalen Entwicklungsbanken durchgeführt wird. Der Begriff umfasst auch Darlehenstätigkeiten mit klaren Verfahren zur Bewertung der Umweltrisiken von Projekten oder Unternehmen. In einigen Fällen gewähren die Banken Vorzugszinsen für Umweltprojekte (z. B. Umwelt-Hypotheken für Niedrigenergiehäuser).

Equator Principles

Die Equator Principles oder Äquator-Prinzipien sind ein von Finanzinstituten angenommener Rahmen für das Risikomanagement zur Ermittlung, Bewertung und Steuerung von Umwelt- und Sozialrisiken bei der Projektfinanzierung und sollen in erster Linie einen Mindeststandard für die Due-Diligence-Prüfung zur Unterstützung einer verantwortungsvollen Risikoentscheidung bieten.

ESG – Environment, Social and Governance

ESG steht für Environment / Umwelt (z. B. Energieverbrauch, Wassernutzung), Social / Soziales (z. B. Gewinnung von Talenten, Lieferkettenmanagement) und Governance (z. B. Vergütungspolitik, Board Governance). ESG-Faktoren bilden die Grundlage für die verschiedenen SI-Ansätze.

ESG Analysis

Diese Analyse umfasst die Sammlung von Informationen darüber, wie ein Anlageziel mit ökologischen, sozialen und Governance-Faktoren umgeht. Wenn eine Anlageinstitution verfolgen möchte, wie potenzielle Investitionen (d. h. Unternehmen, Länder und Emittenten) aktiv mit ESG-Risiken und -Chancen umgehen, führt sie eine ESG-Analyse durch.

Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass Unternehmen, die beim Management von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren gut abschneiden, ihre Risiken und Chancen effektiver verwalten und niedrigere Kapitalkosten haben. Wenn ESG-Faktoren in die Anlageanalyse und Entscheidungsfindung einbezogen werden, können sie den Anlegern daher einen besseren Einblick in Chancen und Risiken bieten.

ESG Engagement

ESG Engagement ist eine Aktivität von Aktionären, die darauf abzielt, das Management davon zu überzeugen, ökologische, soziale und Governance-Kriterien zu berücksichtigen. Dieser Dialog umfasst die Kommunikation mit der Geschäftsleitung und/oder den Vorständen von Unternehmen sowie die Einreichung oder Miteinreichung von Aktionärsanträgen. Erfolgreiches Engagement kann zu Veränderungen in der Strategie und den Prozessen eines Unternehmens führen, um die ESG-Leistung zu verbessern und Risiken zu verringern.

ESG Integration

Die explizite Einbeziehung von ESG-Risiken und -Chancen in die traditionelle Finanzanalyse und Anlageentscheidungen auf der Grundlage eines systematischen Prozesses und geeigneter Forschungsquellen.

ESG Voting

Dies bezieht sich auf Anleger, die sich mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Fragen (ESG) befassen, indem sie ihre Stimmrechte auf der Grundlage von ESG-Grundsätzen oder einer ESG-Politik aktiv ausüben.

Ethische Investitionen

Investitionen, bei denen die Hauptmotivation darin besteht, die ethischen Werte einer Organisation oder einer Person mit Investitionen in Einklang zu bringen. Im Vergleich zu nachhaltigen Investitionen, die auf der Überzeugung beruhen, dass ein aktives Management von Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken und -Chancen die langfristige Performance eines Unternehmens verbessert, werden ethische Investitionen hauptsächlich von ethischen Kodizes, religiösen Überzeugungen oder persönlichen Werten geleitet und häufig unter Anwendung eines Ausschlussverfahrens getätigt.

EU Aktionsplan

Der von der EU-Kommission 2018 vorgelegte Aktionsplan zur »Finanzierung nachhaltigen Wachstums« bildet die Grundlage für eine Reihe von europäischen Regulierungsvorhaben. Mit zehn Maßnahmenpaketen sollen Kapitalflüsse auf nachhaltige Investitionen umgelenkt, finanzielle Risiken, die sich aufgrund von Nachhaltigkeitsund Klimarisiken ergeben, bewältigt und Transparenz sowie Langfristigkeit im Finanzwesen gefördert werden.

EU Green Deal

Mit dem Ende 2019 vorgestellten EU Green Deal soll Europa bis zum Jahr 2050 als erster Kontinent klimaneutral werden. Hierfür ist ein nachhaltiger ökologischer Wandel in den Bereichen Energie, Verkehr, Handel, Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft notwendig. Er erfordert ein Investitionsvolumen in Billionenhöhe.

EU Renewed Sustainable Finance Strategy

Strategie für Nachhaltige Finanzierungen der EU Kommission die im Rahmen des Europäischen Green Deals erneuert wurde. Ziel ist die Bereitsstellung von politischen Instrumente, um sicherzustellen, dass das Finanzsystem den Übergang von Unternehmen zur Nachhaltigkeit in einem Kontext der Erholung von den Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs tatsächlich unterstützt. Die erneuerte Strategie wird zu den Zielen des europäischen Green-Deal-Investitionsplans beitragen, insbesondere zur Schaffung von Rahmenbedingungen für private Investoren und den öffentlichen Sektor, die nachhaltige Investitionen erleichtern. Sie wird auf früheren Initiativen und Berichten aufbauen, wie dem Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums und den Berichten der Technischen Expertengruppe für nachhaltige Finanzen (TEG).

EU Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR)

 

EU Taxonomie

Aktionsplan der EU Kommission zur Finanzierung von nachhaltigem Wachstum. Im Rahmen des EU Aktionsplans ist sie ein zentrales Element, auf der andere legislative und nicht-legislative Maßnahmen in den nächsten Jahren aufbauen werden. Eine einheitliche Klassifizierung soll Transparenz über den Nachhaltigkeitsgrad von Unternehmen und Finanzprodukten schaffen und der Markt-Fragmentierung durch Best-Practice-Standards und dem sogenannten Green-Washing entgegenwirken. In Summe dient dies dem Ziel des Aktionsplans zur Umleitung von Kapitalströmen in nachhaltige ökonomische Aktivitäten.

Eurosif

Das European Sustainable and Responsible Investment Forum ist ein europaweiter Zusammenschluss, der Nachhaltigkeit über die Finanzmärkte fördert. Es arbeitet als Partnerschaft mehrerer in Europa ansässiger nationaler Foren für nachhaltige Investitionen (SIFs). Eurosif führt eine Reihe von Werbemaßnahmen durch, wie z. B. öffentliche Veranstaltungen oder Diskussionsforen, sowohl mit der Branche als auch mit politischen Entscheidungsträgern.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.eurosif.org

Financial Centres For Sustainability (FC4S)

Das Netzwerk der Finanzzentren für Nachhaltigkeit (Financial Centres for Sustainability, FC4S) ist eine Partnerschaft zwischen Finanzzentren und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen mit dem Ziel, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Maßnahmen für gemeinsame Prioritäten zu ergreifen, um den Ausbau grüner und nachhaltiger Finanzen zu beschleunigen. Die langfristige Vision des FC4S-Netzwerks ist ein schnelles globales Wachstum grüner und nachhaltiger Finanzen in den Finanzzentren der Welt, unterstützt durch eine verstärkte internationale Vernetzung und einen Rahmen für gemeinsame Ansätze. Weitere Informationen finden Sie hier: www.fc4s.org

Freiwilliger Markt

Im sogenannten freiwilligen Markt werden Zertifikate gehandelt, die die Reduktion einer Tonne CO2 durch ein Emissionsminderungsprojekt verbriefen. Diese Projekte tragen zur Reduktion der globalen Treibhausgase bei. Sie werden in erster Linie von Unternehmen, Organisationen oder Privatpersonen, welche nicht offiziell verpflichtet sind, ihren CO2-Verbrauch ganz oder teilweise zu kompensieren, durch Stilllegung zur Kompensation von nicht vermeidbaren Emissionen an anderer Stelle genutzt.

Friday for Future

Bewegung die vor allem durch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg im August 2018 initiiert wurde und sich im Frühling 2019 zu einem weltweiten wöchentlichen Klimastreik von Schülern entwickelt hat. Die Proteste finden freitags während der Unterrichtszeit statt und werden von den Schülern selbst organisiert.

GHG Protocol

Das GHG Protocol (Greenhouse Gas Protocol) ist ein Standard zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen (Carbon Accounting) und zum dazugehörigen Berichtswesen für Unternehmen. Es findet auch zunehmend im öffentlichen Bereich Anwendung. Die Entwicklung des
GHG Protocol wird vom World Resources Institute (WRI) und dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) koordiniert. Beteiligt sind Regierungen, Industrieverbände, NGOs, Unternehmen und andere Organisationen. Weitere Informationen finden Sie hier: https://ghgprotocol.org

Global Compact

Der Global Compact der Vereinten Nationen (UN) ist ein freiwilliges Übereinkommen zwischen den UN sowie Tausenden von Unternehmen sowie verschiedenen Nichtregierungsorganisationen.

Global Impact Investing Network (GIIN)

GIIN ist eine gemeinnützige Organisation, die sich dafür einsetzt, den Umfang und die Wirksamkeit von Impact Investing zu erhöhen. Weitere Informationen finden Sie hier: www.thegiin.org

Global Impact Investing Ratings System (GIIRS)

Ein System zur Bewertung der sozialen und ökologischen Auswirkungen von Unternehmen und Fonds. Weitere Informationen finden Sie hier: www.giirs.org

Global Reporting Initiative (GRI)

Die Global Reporting Initiative veröffentlicht Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Die internationale Initiative setzt Nachhaltigkeitsstandards für die Berichterstattung, die vor allem von global agierenden Großunternehmen genutzt werden. Die GRI-Leitlinien werden im Rahmen eines konsensorientierten Multi-Stakeholder-Prozesses erstellt, an dem ein internationales Netzwerk aus Unternehmen, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Berufsverbänden beteiligt ist. Tätigkeiten und Leistugen sollen in Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung untersucht werden. Transparenz ist dabei oberstes Gebot. Ihre GRI-Leitlinien (GRI Guidelines) haben sich international als Standard der nachhaltigen Berichterstattung etabliert. Weitere Informationen finden Sie hier: www.globalreporting.org

Global Sustainable Investment Alliance (GSIA)

Ein globales Netzwerk von Organisationen für nachhaltiges Investment. Das Ziel der GSIA ist es, den Einfluss und die Sichtbarkeit von Organisationen für nachhaltige Geldanlagen auf globaler Ebene zu erhöhen. Die GSIA wurde von Eurosif zusammen mit anderen regionalen und nationalen SIFs gegründet. Weitere Informationen finden Sie hier: www.gsi-alliance.org

Gold Standard (GS)

Der Gold Standard ist ein international anerkannter Qualitätsstandard für Klimaschutzprojekte zur freiwilligen CO2-Kompensation. Der Gold Standard ist der qualitativ höchste Projektstandard und wurde vom WWF mitentwickelt. Berechtigt zur Zertifizierung durch den „Gold Standard“ sind nur Projekte, die nachweislich zur Reduktion von Treibhausgasen führen und gleichzeitig gut für die lokale Umwelt und soziale Belange der Bevölkerung sind. Ein alternativer renommierter internationaler Qualitätsstandard zur Zertifizierung von CO2-Emissionsminderungen ist der Verified Carbon Standard (VCS). Weitere Informationen finden Sie hier: www.goldstandard.org und hier: verra.org/project/vcs-program/

Governance / Corporate Governance Factors (G von ESG)

Governance-Faktoren innerhalb der ESG-Kriterien im Zusammenhang mit Investitionen beziehen sich auf das System von Strategien und Praktiken, durch das ein Unternehmen geleitet und kontrolliert wird. Dazu gehören unter anderem Transparenz bei der Vorstandsvergütung, Unabhängigkeit der Vorstände und Aktionärsrechte.

Green Asset Ratio

Kennzahl, die den Anteil der „grünen“ Finanzierungen am Gesamtportfolio von Banken misst. Die Green Asset Ratio wurde von Europas Bankenaufsicht (EBA) eingeführt und baut auf der EU-Taxonomie auf.

Green Bonds

Grüne Anleihen sind im weitesten Sinne als festverzinsliche Wertpapiere definiert, die Kapital für ein Projekt mit spezifischen Umweltvorteilen aufnehmen. Die meisten der bisher ausgegebenen grünen Anleihen haben Geld für Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Nahverkehr und Wasserversorgungstechnologie beschafft. Bei den meisten grünen Anleihen handelte es sich entweder um einfache Schatzanweisungen für Privatkunden (mit festem Zinssatz und vollständiger Rückzahlung bei Fälligkeit) oder um Asset-Backed Securities, die an bestimmte grüne Infrastrukturprojekte gebunden sind.

Green Investing

Investitionen in Unternehmen, die zu nachhaltigen Lösungen in Umweltfragen beitragen, einschließlich Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz, saubere Technologien, kohlenstoffarme Verkehrsinfrastruktur, Wasseraufbereitung und Ressourceneffizienz.

Green Tax

Eine Steuer, die Menschen dazu ermutigen soll, die Umwelt nicht zu schädigen. Die Ökosteuer wird auf umweltverschmutzende Güter oder Aktivitäten erhoben. Außerdem können die Einnahmen der Ökosteuer zur Förderung der Umweltqualität verwendet werden.

Greenwashing

Greenwashing bezeichnet den Versuch von Unternehmen, sich durch Marketing- und PR-Maßnahmen in der Öffentlichkeit ein »grünes« und verantwortungsbewusstes Image zu geben, ohne dass es dafür allerdings eine hinreichende Grundlage gibt. Analog zum Greenwashing kursieren die Begriffe SDG- und Impact-Washing.

Greenwishing

In Abgrenzung zu Greenwashing, bei dem die Öffentlichkeit und Unternehmens-Externe, getäuscht werden sollen, wird beim Greenwishing versehentlich oder absichtlich ein positiveres Bild von Maßnahmen und der ökologischen und sozialen Wirkung des Unternehmens im Unternehmen selbst dargestellt. Das Bild entspricht nicht mehr der Realität sondern einer „Wunschvorstellung“.

ILO Convention / IAO Übereinkommen

Das IAO-Übereinkommen umfassen internationale Arbeitsnormen, die in rechtsverbindliche internationale Verträge integriert sind und die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit festlegen. Diese Rechtsinstrumente werden in allen Teilnehmerländern ratifiziert. Die acht grundlegenden Übereinkommen behandeln die Themen Gewerkschafts- und Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen, die Beseitigung aller Formen von Zwangs- oder Pflichtarbeit, die wirksame Abschaffung der Kinderarbeit und die Beseitigung der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf. Sie werden häufig als Grundlage für Ausschluss- und Engagementansätze verwendet. Ziel ist es die soziale Gerechtigkeit, sowie Menschen- und Arbeitsrechte voran zu bringen.

Impact Investing

Impact Investments sind Investitionen, die neben dem Erwirtschaften einer finanziellen Rendite positive soziale und/oder ökologische Wirkungen erzielen und sie nachweisbar messen. Ziel von Impact Investments ist es, eine zusätzliche positive Veränderung hinsichtlich der internationalen Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Investoren halten die Eigentumsrechte an den Assets.

Inside Out, Outside In

Ein dualer Fokus auf ESG Risiken, sowohl nach innen bzw. outside-in (wie wirken sich Klimarisiken und (wie wirken sich Klimarisiken und -chancen auf das Unternehmen aus) als auch nach außen bzw. inside out (wie wirkt sich das Unternehmen auf das Klima aus).

Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC)

Ein Forum für die Zusammenarbeit in Sachen Klimawandel für Investoren. Die IIGCC bietet Investoren eine Plattform für die Zusammenarbeit, um öffentliche Maßnahmen, Investitionspraktiken und Unternehmensverhalten zu fördern, die sich mit den langfristigen Risiken und Chancen des Klimawandels befassen. Weitere Informationen finden Sie hier: www.iigcc.org

Integrated Reporting / Integrierte Berichterstattung

Ein integrierter Bericht kombiniert den Finanzbericht und den Nachhaltigkeitsbericht eines Unternehmens, um einen prägnanten Überblick darüber zu geben, wie die Strategie, die Unternehmensführung, die Leistung und die Aussichten einer Organisation kurz-, mittel- und langfristig zur Wertschöpfung führen.

Internalisierung externer Effekte

Eine Internalisierung externer Effekte (Externalitäten) ist gegeben, wenn bisher von der Allgemeinheit getragene soziale und/oder ökologische Kosten zum Bestandteil der einzelwirtschaftlichen Kostenrechnung gemacht werden. Ziel ist es, die durch Umweltbelastungen und negative soziale Geschäftspraktiken auftretenden externen Kosten mithilfe von Preisen dem Verursacher zuzurechnen (Verursacherprinzip). Die CO2-Bepreisung ist ein zentrales Instrument zur Internalisierung externer Kosten.

International Integrated Reporting Committee (IIRC)

Das 2009 gegründete „International Integrated Reporting Committee“ (IIRC) peilt eine Integrierte Berichterstattung („Integrated Reporting“) an.

IPCC: Weltklimarat

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über den Klimawandel oder auch kurz Weltklimarat) wurde 1988 vom Uno-Umweltprogramm (UNEP) und von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet.

IRIS

IRIS ist ein Katalog allgemein anerkannter Leistungskennzahlen, die Impact-Investoren verwenden, um den sozialen, ökologischen und finanziellen Erfolg zu messen, Geschäfte zu bewerten und die Glaubwürdigkeit der Impact-Investing-Branche zu verbessern. Der Katalog wird vom Global Impact Investing Network (GIIN) erstellt, einer gemeinnützigen Organisation, die sich dafür einsetzt, den Umfang und die Wirksamkeit von Impact Investing zu erhöhen. Weitere Informationen finden Sie hier: www.iris.thegiin.org

Just Transition Fund

Durch den „Just Transition Fund“ (FTJ) oder auch „Fonds für einen gerechten Übergang“ sollen Regionen, die beispielsweise stark von der Kohle-, Trof- oder Ölschieferproduktion abhängig sind, beim nachhaltigen Strukturwandel durch Zuschüsse unterstützt werden. Der Fonds finanziert zum Beispiel die Weiterbildung von Arbeitnehmenden, die Umstellung von Unternehmen auf neue Technologien oder die Dekontamination bisheriger Kohleproduktionsstätten. In den FTJ sollen in Summe 30 bis 50 Millarden Euro aus öffentlicher Hand fließen.

Klimaneutral

Verbleibender THG-Ausstoß wird durch Reduktionen an anderer Stelle kompensiert (mittels Klimaschutzprojekte).

Kreislaufwirtschaft

Ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Da viele Rohstoffe knapp verfügbar sind, sollen durch die Kreislaufwirtschaft Rohstoffe in einem Kreislauf geführt, und Verluste und Abfälle reduziert werden. Die Kreislaufwirtschaft geht oft einher mit einem verlängerten Produktlebenszyklus.

Mainstreaming

Im Zusammenhang mit nachhaltigen Investitionen bedeutet dies, dass Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren als integraler Bestandteil des Entscheidungsprozesses für Investitionen umfassend berücksichtigt und durch Forschung unterstützt werden. Diese Analyse wird daher vollständig in die allgemeine Finanzanalyse von Standardanlageprodukten integriert.

Materialität

Im Kontext der Nachhaltigkeit sind Informationen dann wesentlich, wenn ein klarer Zusammenhang mit der finanziellen Leistung eines Unternehmens besteht.

Menschenrechte

Als Menschenrechte werden moralisch begründete, individuelle Freiheits- und Autonomierechte bezeichnet, die jedem Menschen allein aufgrund seines Menschseins gleichermaßen zustehen.

Microcredit

Bezieht sich auf Kleinkredite, die von einer Mikrofinanzinstitution an Unternehmer mit geringem Einkommen in Entwicklungs- und Schwellenländern vergeben werden. Diese Kredite tragen zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft und damit zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Verringerung der Armut bei.

Microfinance

Mikrofinanzierung ist die Bereitstellung von verschiedenen Finanzdienstleistungen für arme und einkommensschache Kunden.

Mission Based Investing

Die Einbeziehung des Auftrags, der „Mission“, einer Organisation in ihren Investitionsentscheidungsprozess. Am häufigsten wird dieser Begriff in Bezug auf Stiftungen und andere Nichtregierungsorganisationen verwendet, die sich für soziale oder ökologische Veränderungen einsetzen. Missionsbasiertes Investieren stellt sicher, dass die Investitionen von Organisationen mit den übergeordneten Zielen der Organisation selbst übereinstimmen und die Erreichung dieser Ziele unterstützen und nicht behindern.

Montreal Carbon Pledge

Seit September 2014 verpflichten sich die Unterzeichner des Montreal Carbon Pledge, den CO2-Fußabdruck ihres Anlageportfolios jährlich zu messen und offenzulegen. Weitere Informationen finden Sie hier: www.montrealpledge.org

MSCI World ESG Index

Bei dem MSCI World ESG Index handelt es sich um einen weltweit führenden Index.Der US-Indexanbieter MSCI lancierte im September 2010 eine Serie von Nachhaltigkeitsindizes. Die MCSI-Index-Familie besteht aus sieben Umweltindizes, zwei wertbasierten und 15 Best-of-Class-Indizes.

Nachhaltigkeitsindex / Benchmark

Ein Nachhaltigkeitsindex/Benchmark ist ein Instrument zur Messung des Wertes eines Teils des Aktienmarktes. Er wird aus den Kursen von Aktien berechnet, die nach einem nachhaltigen Anlagekonzept ausgewählt wurden. Anleger nutzen dieses Instrument, um den Markt zu beschreiben und die Rendite bestimmter Anlagen zu vergleichen.

Nachhaltigkeitsrat

Der Rat ist ein regelmäßig tagendes Gremium, das über die Ausrichtung der Nachhaltigkeits- und Ethikpolitik und das Verhalten einzelner Unternehmen in diesem Kontext berät.

Nachhaltigkeitsrating

Nachhaltigkeitsratings von Unternehmen, Staaten und anderen Investitionsobjekten werden zumeist durch hierauf spezialisierte Dienstleister (Nachhaltigkeitsratingagenturen) erbracht. Das von den Agenturen erstellte Nachhaltigkeitsrating analysiert auf der Basis eigens definierter Nachhaltigkeitskriterien und Methodiken die Nachhaltigkeitsrohdaten der Emittenten, bewertet sie und sorgt damit für Transparenz in Bezug auf ihre sozialen, ökologischen und Governance-Leistungen.

Nachhaltigkeit

Wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele so in Einklang zu bringen, dass die heute auf unserem Planeten lebenden Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen können, ohne die Fähigkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. (WCED) Im Allgemeinen kann zwischen starker und schwacher Nachhaltigkeit unterschieden werden. Im Allgemeinen Diskurs wird unter Nachhaltigkeit meist das Konzept der schwachen Nachhaltigkeit verstanden.

Natural Capital Finance Alliance / Natural Capital Devlaration (NCD)

Die Allianz und ihr Sekretariat wurden ursprünglich gegründet, um die Unterzeichner der Erklärung zum Naturkapital (Natural Capital Declaration, NCD) zu unterstützen, die 2012 auf der Rio+20-Konferenz vorgestellt wurde. Die Erklärung wurde von den CEOs von mehr als 40 Finanzinstituten aus der ganzen Welt unterzeichnet. Sie formalisiert ihr Engagement für die Integration von Naturkapitalüberlegungen in die Berichterstattung des Finanzsektors. Weitere Informationen finden Sie hier: www.naturalcapital.finance

Negative Screening / Ausschluss Screening

Eine Anlagestrategie, die Unternehmen, Länder oder Emittenten aufgrund von Aktivitäten ausschließt, die als nicht investierbar gelten. Ausschlusskriterien können sich auf Produktkategorien (z. B. Waffen, Tabak), Aktivitäten (z. B. Tierversuche) oder Praktiken (z. B. schwere Menschenrechtsverletzungen, Korruption) beziehen. Sie können auch auf persönlichen Werten (z. B. Glücksspiel) oder auf Risikoerwägungen (z. B. Kernkraft) beruhen.

Net Zero

THG-Ausstoß und Aufnahme eines Unternehmens sind gleich groß. (Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre mittels biologischer oder technischer Prozessen). „Net Zero“-Ziele sind ein AddOn zu Science Based Targets und Klimaneutralität, und in der Regel längerfristige Zielsetzungen.

»Nicht-finanzielle Informationen«

Der Begriff »nicht-finanzielle Informationen« ist nicht zuletzt durch die EU Richtlinie zu »nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen« (Non-Financial Reporting Directive – NFRD) geprägt worden und umfasst alle Dimensionen der Nachhaltigkeit. Der Sustainable-Finance-Beirat hält den Begriff für irreführend, da nachhaltigkeitsbezogene Informationen erhebliche finanzielle Auswirkungen haben können. Aus diesem Grund wird der Begriff im Bericht in Anführungszeichen gesetzt.

Norms-based Screening

Prüfung von Investitionen anhand von Mindeststandards für die Geschäftspraxis auf der Grundlage nationaler oder internationaler Standards und Normen wie den IAO-Übereinkommen, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, dem UN Global Compact oder den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte.

OECD Guidelines for Multinational Enterprises

Umfassendes Paket von Empfehlungen für verantwortungsbewusstes Wirtschaften, das von den Regierungen unterstützt wird. Die Regierungen, die sich an die Leitsätze halten wollen, beabsichtigen, den positiven Einfluss, den multinationale Unternehmen auf die nachhaltige Entwicklung und den dauerhaften sozialen Fortschritt haben können, zu fördern und zu maximieren. Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen gelten neben den ILO-Kernarbeitsnormen und dem UN Global Compact weltweit als eines der wichtigsten Instrumente zur Förderung von verantwortungsvoller Unternehmensführung. Weitere Informationen finden Sie hier: www.oecd.org/corporate/mne

Offenlegungsverordnung (SFDR)

Eine EU Verordnung, die festlegt, dass Finanzmarktteilnehmende Informationen zur Nachhaltigkeit ihrer Investitionsentscheidungen offenlegen müssen.

Outside-in-Perspektive/Inside-out-Perspektive

Unternehmen müssen in ihrer Berichterstattung bereits »wesentliche« Informationen darüber offenlegen, wie sich gesellschaftliche und ökologische Entwicklungen negativ auf den Unternehmenserfolg (finanzielle Wesentlichkeit) auswirken können (»Outside-in-Perspektive«). Die doppelte Wesentlichkeit erweitert diese Berichterstattungspflicht um jene Risiken und Wirkungen, die von Unternehmen verursacht werden und sowohl
gesellschaftliche Wohlfahrt als auch biosphärische Zukunftsfähigkeit beeinträchtigen können (Nachhaltigkeitswesentlichkeit, »Inside-out-Perspektive«). Ebenfalls etabliert ist der synonym verwendete Begriff »Doppelte Materialität«.

Ökobilanz: DIN Norm 33926

Das Wort Ökobilanz steht für eine Methode zur Abschätzung der Auswirkungen eines Produktes und seines Herstellungsprozesses auf die Umwelt.

Ökobilanzierung

Immer mehr Unternehmen versuchen für das ganze Unternehmen Ökobilanzen oder gar ökologische Fußabdrücke zumindest ausschnittsweise zu berechnen.

Pariser Klimaabkommen

Mit dem 2015 von der Weltgemeinschaft verabschiedeten »Übereinkommen von Paris« wird global der Rahmen festgelegt, mit dem der Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf 1,5 °C begrenzt werden soll. Die rechtsverbindliche Klimaschutzvereinbarung sieht vor, dass die 195 Unterzeichnerstaaten nationale Aktionspläne für die Reduzierung ihrer Emissionen verfolgen und hierüber fortlaufend Rechenschaft ablegen.
https://www.bmu.de/themen/klima-energie/klimaschutz/internationale-klimapolitik/pariser-abkommen/

Portfolio Carbon Footprint

Fußabdruck einzelner Positionen innerhalb eines Anlageportfolios, bezogen auf den Anteil der von diesem Portfolio gehaltenen Unternehmen. Als Messgröße zur Bewertung des Klimarisikos eines Anlageportfolios wird dieser Leistungsindikator von institutionellen Anlegern verwendet, die Transparenz bieten und die Kohlenstoffintensität ihrer Portfolios verringern wollen. Einer der relevantesten Standards für diesen Bereich ist der PCAF Standard

Principles for Responsible Banking (PRB)

Die PRB wurden 2019 von der UNEP FI, einer Partnerschaft zwischen dem United Nations Environment Programme und dem Finanzsektor, verabschiedet. Sie basieren insbesondere auf den SDGs der UN und dem Pariser Klimaabkommen von 2015 und beabsichtigen die Verpflichtung des Finanzsektors zu einem verantwortlichen Bankwesen, welches zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung beiträgt.
https://www.unepfi.org/banking/bankingprinciples/more-about-the-principles/

Principles for Responsible Investment (PRI)

Die „UN Principles for Responsible Investment“, die „Prinzipien für Verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen“, (UN PRI) sind eine Investoreninitiative in Partnerschaft mit der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms UNEP und dem UN Global Compact. Das internationale Investorennetzwerk PRI verfolgt sechs Prinzipen für verantwortungsvolle Investments, bei denen es darum geht, ESG-Kriterien in die Investmentprozesse einzubeziehen und hierüber fortlaufend zu berichten.

Principles for Sustainable Insurance (PSI)

Die 2012 von UNEP FI ins Leben gerufenen Principles for Sustainable Insurance (PSI) dienen der Versicherungsbranche als globaler Rahmen für den Umgang mit ökologischen, sozialen und Governance-Risiken und Chancen. Ziel der PSI-Initiative ist es, Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken besser zu verstehen, zu vermeiden und zu verringern sowie Chancen besser zu nutzen, um einen hochwertigen und zuverlässigen Risikoschutz zu bieten. Weitere Informationen finden Sie hier: www.unepfi.org/psi/

Proxy Voting

Proxy Voting steht für eine Form der Stimmrechtsausübung, bei der Vertreter auf Hauptversammlungen die Rechte der Aktionäre wahrnehmen. Mit der Wahrnehmung von Vertretungsstimmrechten können Vermögensverwalter Einfluss auf Gestaltung und Einhaltung von Nachhaltigkeitsstrategien von Aktiengesellschaften nehmen.

Rat für Nachhaltige Entwicklung

EinleitungDer Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im April 2001 von der Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder berufen, mit dem Ziel die Regierung bezüglich ihrer Nachhaltigkeitspolitik zu beraten.

Rebound-Effekt

Der Rebound-Effekt bezeichnet den mengenmäßigen Unterschied zwischen den möglichen Ressourceneinsparungen, die durch bestimmte Effizienzsteigerungen entstehen, und den tatsächlichen Einsparungen.

Resilienz

Resilienz beschreibt die Leistungsfähigkeit eines Systems, mit plötzlich auftretenden negativen Ereignissen wie Verwerfungen, Schocks und Krisen konstruktiv umzugehen und unmittelbare Folgen abzumildern. Für eine nachhaltige Gesellschaft und Wirtschaft ist ein robustes und widerstandfähiges Finanzwesen notwendig, um sich den genannten Herausforderungen flexibel und mit hoher Lern- und Anpassungsfähigkeit stellen zu können.

Ressourceneffizienzprogramm: ProgRess

Im Jahr 2009 wurden mehr als 68 Mrd. Tonnen an Rohstoffen eingesetzt, dies ist ein Drittel mehr als noch 2000, zwei Drittel mehr als im Jahr 1990 und etwa doppelt so viel wie Ende der Siebziger Jahre.

Responsible Investment / Sustainable Investment

Verantwortungsbewusstes Investieren (analog zu nachhaltigem Investieren) bezieht sich auf jeden Investitionsansatz, der ökologische, soziale und Governance-Faktoren (ESG) in die Auswahl und Verwaltung von Investitionen integriert. Es gibt viele verschiedene Formen des verantwortungsbewussten Investierens, wie Best-in-Class-Investitionen, ESG-Integration, ausschließendes Screening, thematisches Investieren und Impact Investing. Sie alle sind Bestandteile verantwortungsbewusster Investitionen und haben eine Rolle in deren Geschichte und Entwicklung gespielt.

Rio Deklaration über Umwelt und Entwicklung

Die Deklaration von Rio über Umwelt und Entwicklung wurde 1992 auf der Rio-Konferenz (Erdgipfel) verabschiedet und besagt, dass ein wirtschaftlicher Fortschritt langfristig einzig und allein in Verbindung mit Umweltschutz möglich sei.

Science Based Targets

Der verbleibende THG-Ausstoß des Unternehmens ist Paris-konform.

Scope 1 bis 3

Unter Scope 1 bis Scope 3 werden im GHG-Protocol die jeweiligen Systemgrenzen verstanden, innerhalb derer die Treibhausgasemissionen ermittelt werden. Hierunter fallen:

  • Scope 1:  Emissionen aus stationären und mobilen Anlagen zur Energieerzeugung (Beispiel: eigene Kraftwerke, Gas-/Ölheizungen, Dienstfahrzeuge).
  • Scope 2:  Emissionen aus gekauftem Strom bzw. gekaufter Wärme/Kälte.
  • Scope 3:  Emissionen aus den der Wertschöpfungskette vorgelagerten und nachgelagerten bezogenen Waren und Dienstleistungen (Beispiel: Geschäftsreisen, Abfall, Warenbezug (z. B. Papier)). Hinzugerechnet werden können hier auch die An- und Abfahrt der Arbeitnehmer zum Arbeitsplatz.

SDGs/UN-Agenda 2030

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) ist der globale Plan der Weltgemeinschaft, wie sie die Zukunftsfähigkeit des Planeten Erde sichern will. Weltweit menschenwürdiges Leben lässt sich nur verwirklichen, wenn die internationale Staatengemeinschaft ihr Tun zugleich an den sozialen, ökologischen und ökonomischen Zielen der Agenda 2020 ausrichtet und ambitioniert handelt.
https://sdg.iisd.org/sdgs/

Shareholder Activism

Anlagestrategie, die die Macht der Aktionäre zur Beeinflussung von Unternehmensstrategien und -verhalten nutzt. Dies geschieht durch das Einreichen und Abstimmen von Vollmachtsbeschlüssen, die die Politik und die Praktiken eines Unternehmens beeinflussen.

Shareholder Proposal / Resolution

Ein gesetzliches Recht der Aktionäre, einen Vorschlag zur Änderung der Unternehmenspolitik und -maßnahmen zu machen. Aktionärsanträge sind Instrumente des unternehmerischen Engagements, und die Aktionäre behalten sich das Recht vor, Vorschläge zu unterbreiten und auf der Jahreshauptversammlung (HV) des Unternehmens darüber abzustimmen. Einzelheiten zur Abstimmung finden Sie unter ‚Stimmrechtsvertretung‘.

Socially Responsible Investment (SRI)

Socially Responsible Investing (SRI) ist der Begriff, der früher für nachhaltige oder verantwortungsvolle Investitionen verwendet wurde. SRI hat seinen Ursprung in der angelsächsischen Investmentwelt, wo er sich ursprünglich auf Investitionen bezog, die auf einem ausschließenden Screening beruhen, und später auf Investitionen mit einem Best-in-Class-Ansatz und anderen Formen nachhaltiger Investitionen. Einige Akteure verwenden den Begriff immer noch als Oberbegriff für nachhaltiges Investieren.

Soziale Faktoren (S von ESG)

Zu den sozialen Faktoren im Rahmen der ESG-Kriterien für Investitionen gehören unter anderem Arbeitnehmerrechte, Sicherheit, Vielfalt, Bildung, Arbeitsbeziehungen, Standards in der Lieferkette, Beziehungen zum Gemeinwesen und Menschenrechte.

Stranded Assets

Gestrandete Vermögenswerte beziehen sich auf ein Szenario, in dem der Wert der Reserven fossiler Brennstoffe aufgrund steigender Betriebskosten in Verbindung mit Kohlenstoffpreisen sinkt. Fossile Brennstoffreserven könnten „gestrandet“ werden, wenn die Produktion unrentabel wird. Die Möglichkeit einer verstärkten Regulierung und des öffentlichen Drucks, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, stellt ein zusätzliches Risiko dar. Der Aktienkurs von Unternehmen, die fossile Brennstoffe herstellen, könnte erheblich sinken, wenn der politische Druck zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen zunimmt. Das Risiko von Stranded Assets bereitet den Anlegern zunehmend Sorgen.

Suffizienz

Der Begriff Suffizienz (aus dem Lateinischen sufficere = ausreichen, genügen) steht für das richtige Maß, bzw. ein genügend an. Verstanden werden kann die Suffizienz als Änderungen der vorherrschenden Konsummuster.

Sustainable Development Goals (SDGs)

Bei den SDGs handelt es sich um 17 Ziele zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung, die 2015 von der UNO festgelegt wurden. Sie umfassen Ziele wie die Beseitigung von Armut, die Gleichstellung der Geschlechter, menschenwürdige Arbeit, nachhaltigen Konsum, Klimaschutz und die Verringerung von Ungleichheiten. Die Ziele wurden entwickelt, um die Millenniumsentwicklungsziele (MDG) zu ersetzen, die 2015 ausliefen. Im Gegensatz zu den Millenniums-Entwicklungszielen unterscheidet der SDG-Rahmen nicht zwischen „entwickelten“ und „Entwicklungsländern“.

Sustainable Finance

Sustainable Finance steht für ein nachhaltiges Finanzwesen, in dem Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien bei Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden. Neben der Finanzwirtschaft sind hier Politik, Realwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zentrale Akteure. Sie verfolgen unterschiedliche Ansätze und Instrumente, mit denen finanzielle Mittel für die Erreichung der internationalen Klima- und Nachhaltigkeitsziele beschafft werden sollen.

VfU weite Definition II (Sustainable Finance Community):

Sustainable Finance kann (in Anlehnung an KfW (2017) kontextabhängig unterschiedlich verstanden werden als:

    • die Finanzierung nachhaltiger Investitionen (Finanzlösungs Kontext / engste Definition )
    • sowie als das Management von Umwelt- und Klimarisiken (Risikomanagement Kontext)
    • und nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen von Finanzinstitutionen (Transparenz Kontext) und darüber hinaus als die nachhaltige Ausgestaltung des Finanzsystems insgesamt (Systems Change Kontext / weiteste Definition).

VfU enge Definition III (Politik):

VfU versteht unter Sustainable Finance – in Anlehnung an Staatssektretärsausschuss – dass Nachhaltigkeitsaspekte von Finanzmarktakteuren bei Entscheidungen berücksichtigt werden.

Sustainable Investment (SI)

Nachhaltiges Investieren (analog zu verantwortungsbewusstem Investieren) bezieht sich auf jeden Investitionsansatz, der ökologische, soziale und Governance-Faktoren (ESG) in die Auswahl und Verwaltung von Investitionen integriert. Es gibt viele verschiedene Ansätze des nachhaltigen Investierens, darunter Best-in-Class, ESG-Integration, Ausschlüsse und Impact Investing.

Sustainability Balanced Scorecard

Das vielfach verwendete Führungs-, Planungs- und Kontrollinstrument „Balanced Scorecard“ zeigt die ökonomische Entwicklungsrichtung für den nächsten festgelegten Zeithorizont auf.

Task Force on Climaterelated Financial Disclosures (TCFD)

Die Task Force on Climate-related Financial Disclosures wurde 2015 durch das Financial Stability Board, eine internationale Organisation zur Überwachung des globalen Finanzsystems, eingerichtet, um Empfehlungen für eine effektivere klimabezogene Berichterstattung zu
entwickeln. Auf diese Weise sollen Investoren und andere Anspruchsgruppen (Stakeholder) in die Lage versetzt werden, die Konzentration kohlenstoffbezogener Vermögenswerte und klimabedingte Risiken im Finanzbereich besser zu verstehen. Die Empfehlungen der TCFD wurden
2017 veröffentlicht.

Taxonomie -> Siehe EU Taxonomie

Thun Group of Banks

Die „Thun-Gruppe der Banken“ ist eine informelle Gruppe von Bankenvertretern, die die Bedeutung der „Leitprinzipien für die Umsetzung des Rahmenwerks der Vereinten Nationen zum Schutz, zur Achtung und zur Entschädigung von Unternehmen und Menschenrechten“ („Leitprinzipien“) in Bezug auf Universalbanken und deren Anwendung auf Bankgeschäfte erörtert hat. Das Diskussionspapier der Thun-Gruppe finden Sie hier. Den Bericht über die Auswirkungen der UN-Leitprinzipien 13b und 17 im Kontext von Corporate und Investment Banking finden Sie hier.

Transformationspfad/Sektorpfad

Zum Erreichen der im Pariser Klimaabkommen festgelegten Klimaziele sind massive CO2-Reduktionen nötig. Die dafür notwendigen Veränderungen werden mit Transformationspfaden – bzw. in branchenspezifischen Kontexten mit Sektorpfaden – spezifiziert.

Triple Bottom Line

Ein ganzheitlicher Rechnungslegungsrahmen mit drei Teilen: Umwelt, Soziales und Finanzen. Diese drei Bereiche werden auch als die drei P’s bezeichnet: People, Planet und Profit, oder die „drei Säulen der Nachhaltigkeit“.

Triple Top Line

Dem Begriff der „Tripple Bottom Line“ haben der Wissenschaftler Michael Braungart und der US-Architekt William McDonough 2002 den Begriff der „Triple Top Line“ gegenübergestellt. Dabei handelt es sich um eine neue Perspektive für das Produktdesign und für Geschäftsmodelle. Ziel sind Produkte und Dienstleistungen, die die Umwelt erhalten und die soziale Gerechtigkeit fördern und gleichzeitig einen wirtschaftlichen Wert schaffen. Das Design folgt den Naturgesetzen und gibt der Industrie neue Werkzeuge an die Hand, um auf sichere Weise Wohlstand zu schaffen. Mit diesem ökologisch intelligenten Design von Produkten und Prozessen sei eine neue industrielle Revolution möglich. Die „Triple Top Line“ ist Ziel des „Cradle-to-Cradle-Konzepts“. Der Begriff der Triple Top Line ist international noch nicht sehr etabliert.

Laut anderen Autoren bezeichnet die Triple Top Line auch den Effekt, den ein nachhaltiges Management von natürlichen Ressourcen, Finanzkapital und Arbeitskräften auf ein Unternehmen selbst hat. Zu nennen sind beispielsweise Effekte, die ein Unternehmen erreicht, das Produkte und Dienstleistungen anbietet, die Kundenwünschen besser entsprechen. Oder sinkende Kosten und betriebliche Ausgaben durch eine effektivere Organisation. Viele dieser Vorteile werden in der Regel gemäß dem Konzept der „Triple Bottom Line“ gemessen. Doch ihre Effekte seien noch viel wertvoller aus dem Blickwinkel der „Triple Top Line“, so die Verfechter dieses Konzepts. So bedeuteten sie hinsichtlich der „Top-Line“ der Finanzperformance eines Unternehmens, dass es niedrigere Kapitalinvestitionen benötige und Kapitalkosten senken könne. Parallel dazu gibt es hoch relevante Umwelt- und Sozialkriterien. Beispielsweise ist die Integration von erneuerbaren Energien in Fahrzeugkonzepte relevanter als etwa die Senkung der puren Emissionsdaten einer Autofabrik.

Unvermeidbare Emissionen

Unter den unvermeidbaren Emissionen werden die Treibhausgas-Emissionen einer geschäftlichen Tätigkeit verstanden, die sich auch unter Einsatz aller ökonomisch und technisch vertretbaren Maßnahmen zur Minderung von Emissionen am Ende nicht vermeiden lassen. Nur diese sollten die Grundlage für eine Kompensation durch Klimaschutzprojekte bilden.

UN Klimarahmenkonvention (UNFCCC)

Das Weltklima ist durch verschiedene Gefahren bedroht. Neben dem „Ozonloch“ ist hier insbesondere die zunehmende Erwärmung des Erdklimas mit nicht absehbaren, negativen ökologische Folgen angesprochen. So sind seit Ende des 19.

UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

Die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte wurden im Juni 2011 durch den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen verabschiedet. Als internationales Rahmenwerk formulieren sie Anforderungen an Politik und Wirtschaft und bilden damit erstmals einen allgemein anerkannten Referenzrahmen für menschenrechtliche Pflichten von Staaten und für die Verantwortung von Unternehmen in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Die Leitprinzipien basieren auf drei Säulen:

  • Staatliche Pflicht zum Schutz der Menschenrechte
  • Unternehmerische Verantwortung zur Achtung der Menschenrechte
  • Zugang zu Abhilfe für von Menschenrechtsverstößen Betroffene

UN Menschenrechtsrat

Der Menschenrechtsrat (engl. Human Rights Council) genannt, ist ein internationales Menschenrechtsbeobachtungsorgan im System der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Der Menschenrechtsrat wurde am 15.

United Nations Environment Program; Finance Initiative (UNEP FI)

UNEP FI ist eine 1992 gegründete globale Partnerschaft zwischen UNEP und dem Finanzsektor. UNEP FI arbeitet in Deutschland eng mit dem VfU zusammen. Der Auftrag von UNEP FI besteht darin, einen systemischen Wandel im Finanzwesen herbeizuführen, um eine nachhaltige Welt zu unterstützen, und wird durch das Motto „Changing finance, financing change“ unterstrichen. Die Mitgliedsorganisationen, die das Bank-, Versicherungs- und Investmentwesen vertreten, erkennen Nachhaltigkeit als Teil einer kollektiven Verantwortung an und unterstützen Ansätze zur Vorwegnahme und Vermeidung potenzieller negativer Auswirkungen der Finanzindustrie auf die Umwelt und die Gesellschaft. UNEP FI arbeitet gezielt mit anderen Partnerorganisationen zusammen, um das Bewusstsein zu schärfen und Unterstützung für wichtige Aktivitäten zu gewinnen. Weitere Informationen finden Sie hier: www.unepfi.org

United Nations Global Compact (UNGC)

Diese UN-Initiative soll Unternehmen weltweit dazu ermutigen, ihre Tätigkeiten und Strategien an zehn allgemein anerkannten Grundsätzen in den Bereichen Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Unternehmen, die den UNGC unterzeichnen, verpflichten sich, regelmäßig über die Fortschritte bei der Einhaltung der zehn Grundsätze zu berichten. Weitere Informationen finden Sie hier: www.unglobalcompact.org

UN Umweltprogramm (UNEP)

Auf Vorschlag der Stockholm-Konferenz 1972 beschloss die UN-Vollversammlung am 15.12.1972 die Gründung des UN-Umweltprogramms (UNEP = U.N. Environment Programme). Die UNEP hat die Aufgabe, die umweltrelevanten Tätigkeiten anderer UNO-Organisationen wie FAO, WHO usw. zu koordinieren

United Nations Environment Programme Finance Initiative (UNEP FI)

Die Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP FI) ist eine globale Partnerschaft zwischen dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und dem Finanzsektor. Die UNEP FI besteht aus 215 Mitgliedern aus Finanzinstituten und 41 unterstützenden Institutionen. Zu diesen Mitgliedern gehören Banken, Investoren und Versicherungsgesellschaften.

Verified Emission Reduction (VER)

Als Verified Emission Reduction bezeichnet man eine gemäß einem Qualitätsstandard ausgegebene Emissionsminderungsgutschrift, die einer metrischen Tonne CO2-Äquivalent entspricht.

Verified Carbon Standard (VCS)

VCS ist ein globaler Standard zur Validierung und Verifizierung von freiwilligen Emissionsminderungen. Emissionsminderungen aus Projekten, die gemäß VCS validiert und verifiziert werden, müssen real, messbar, permanent, zusätzlich, von unabhängigen Dritten geprüft, einzigartig, transparent und konservativ berechnet sein. Gemessen in CO2-Reduktionsvolumina ist der VCS der wichtigste Standard für den freiwilligen Ausgleich von CO2-Emissionen.
https://verra.org/project/vcs-program/

Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland Bericht | Brundtland Report)

Im Jahr 1983 gründeten die Vereinten Nationen als unabhängige Sachverständigenkommission die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED = World Commission on Environment and Development) mit Sekretariat in Genf.

Weltgipfel Rio de Janeiro, 1992

Die UNO-Konferenz über Umwelt und Entwicklung (UNCED = UN Conference on Environment and Development) wurde über mehrere Jahre vorbereitet. Die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro 1992 war ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Umweltschutzes.

Weltgipfel Rio +5, New York 1997

Am 23.-27. Juni 1997 fand in New York eine UN-Sondergeneralversammlung 5 Jahre nach Rio statt.

Weltgipfel Rio +10, Johannesburg 2002

Zehn Jahre nach Rio, vom 26.08. bis 4.09.2002 kam die Staatengemeinschaft in Johannesburg zum Weltgipfel (World Summit) für nachhaltige Entwicklung zusammen.

Weltgipfel Rio +20, Rio 2012

Einleitung2012 jährte sich der sogenannte Weltgipfel von Rio de Janeiro zum 20. Mal. Die Weltgemeinschaft vereinbarte 1992 unter anderem das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm Agenda 21, das als Meilenstein auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit gilt.

Wertebasierte Ausschlüsse

Damit sind Ausschlüsse gemeint, die auf persönlichen Wertvorstellungen beruhen (im Gegensatz zu Ausschlüssen aufgrund von Risikoerwägungen oder der Verletzung internationaler Normen). Prominente Beispiele sind Ausschlüsse von Unternehmen, die in Glücksspiel, Waffenproduktion oder Alkohol involviert sind.

Anleitung

Sie haben weitere Fragen?

Unsere Partner

Die Mediathek in Zahlen

Medien verfügbar

davon exklusiv für VfU Mitglieder

Nutzer aktuell