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TitelEBA: Finaler Entwurf technischer Durchführungsstandards für die Offenlegung durch Institute in Bezug auf Informationen nach Titel II und III von Teil 8 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 - Finaler Bericht
Zusammenfassung

Die Verordnung (EU) 2019/876 (CRR II - Teil 2, Datensatz 2288) hat u.a. die Regelungen der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR - Teil III, Datensatz 560) zu den Offenlegungsanforderungen an Institute angepasst, um deren Proportionalität zu erhöhen und die Konsistenz zu internationalen Standards und Anforderungen zu verbessern. Die Erarbeitung der vorliegenden technischen Durchführungsstandards (ITS) durch die EBA wird mandatiert von Art. 434a CRR.

Die ITS legen einheitliche Offenlegungsformate und entsprechende Anweisungen fest, nach denen die in Titel II und III von Teil 8 CRR geforderten Angaben durch die Institute offengelegt werden. Mit ihnen wird ein ganzheitlicher Ansatz in Bezug auf die Anforderungen der Säule 3 umgesetzt. Zu diesem Zweck werden die Offenlegungsanforderungen bestehender delegierter Rechtsakte (Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1423/2013 (Datensatz 752), Delegierte Verordnung (EU) 2015/1555 (Datensatz 1256), Durchführungsverordnung (EU) 2016/200 (Datensatz 1089) und Delegierte Verordnung (EU) 2017/2295 (Datensatz 1997)) in ein Rahmenwerk überführt und hierbei mit den Anforderungen der CRR II sowie der Standards zur Säule 3 - Offenlegungsanforderungen – überarbeitetes Rahmenwerk des Baseler Ausschusses (bcbs455, Datensatz 2872), der Standards überarbeitete Säule 3 - Offenlegungsanforderungen (bcbs309, Datensatz 1253), der Standards zur Säule 3 Offenlegungsanforderungen - konsolidiertes und verbessertes Rahmenwerk (bcbs400, Datensatz 1949) sowie der Überarbeitung der Offenlegungsanforderungen für die Verschuldungsquote (bcbs468, Datensatz 3411) in Einklang gebracht. Der im Mandat geforderten besseren Vergleichbarkeit offengelegter Informationen wird u.a. durch eine stärkere Standardisierung der Säule 3-Anforderungen sowie eine Angleichung dieser Anforderungen an die aufsichtlichen Meldungen der Säule 1 Rechnung getragen. Zu diesem Zweck werden auch bestehende Leitlinien zur Konkretisierung von Offenlegungsanforderungen (Leitlinien zu den Offenlegungspflichten gemäß Teil 8 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (EBA/GL/2016/11, Datensatz 2056), Leitlinien über die Offenlegung von notleidenden und gestundeten Risikopositionen (EBA/GL/2018/10, Datensatz 3001), Leitlinien für eine solide Vergütungspolitik gemäß Art. 74 Abs. 3 und Art. 75 Abs. 2 der Richtlinie 2013/36/EU und Angaben gemäß Artikel 450 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) (EBA/GL/2015/22, Datensatz 1533), Leitlinien für die Offenlegung der LCR zur Ergänzung der Offenlegung des Liquiditätsrisikomanagements nach Artikel 435 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (EBA/GL/2017/01, Datensatz 2015)) in die durch die vorliegende Verordnung festgelegten Offenlegungsformate und entsprechenden Anweisungen integriert und durch diese ersetzt. Die Leitlinien zur einheitlichen Offenlegung gemäß Art. 473a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in Bezug auf Übergangsbestimmungen zur Verringerung der Auswirkungen der Einführung des IFRS 9 auf die Eigenmittel (EBA/GL/2018/01, Datensatz 2501) bleiben von den Regelungen der vorliegenden ITS unberührt. Die vorliegenden ITS sind die ersten der im Rahmen eines Gesamtpakets vorgesehenen Regelungen zur Offenlegung und betreffen alle Institute, die den Offenlegungspflichten gem. Teil 8 CRR unterliegen. Spezifische Vorgaben für Wertpapierfirmen sowie zur Offenlegung und Meldung von berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten sind vorgesehen.
Vorgaben zur Offenlegung von Zinsänderungsrisiken des Anlagebuchs, zu Indikatoren bzgl. globaler
Systemrelevanz sowie zu Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsrisiken (sog. ESG-Risiken)
sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

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