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TitelNGFS Occasional Paper - Biodiversity and financial stability: exploring the case for action
Zusammenfassung

Die biologische Vielfalt nimmt schneller ab als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Politische Bemühungen waren nicht in der Lage, den weltweiten Verlust der biologischen Vielfalt zu verlangsamen, während der Druck, der diesen Rückgang vorantreibt, weiter zunimmt. Neben dem zunehmenden Bewusstsein für die Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten auf die Biodiversität beginnen einige Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden, das Potenzial des Biodiversitätsverlustes als Bedrohung für ihre Kernmandate für Finanz- und Währungsstabilität zu erkennen.
Der Verlust der biologischen Vielfalt könnte durch komplexe Rückkopplungsschleifen, externe Effekte und Kipppunkte Risiken für das Finanzsystem darstellen, einschließlich Übergangsrisiken (z. B. Unvereinbarkeit zwischen den Engagements von Finanzinstituten und staatlichen Maßnahmen) und physische Risiken (z. B. abnehmende Leistungsfähigkeit von Vermögenswerten oder wirtschaftlichen Aktivitäten, die von der biologischen Vielfalt abhängen).
Die Weltwirtschaft und das Finanzsystem sind in die Biosphäre eingebettet. Unternehmen sind von Ökosystemleistungen wie sauberer Luft und frischem Wasser abhängig und wirken sich auf die natürlichen Systeme aus, die diese Leistungen erbringen. Das Finanzsystem kann sowohl zum Raubbau an der biologischen Vielfalt beitragen als auch ihre Erhaltung und nachhaltige Nutzung fördern.
Die Studiengruppe wird untersuchen, ob und wie Zentralbanken und Aufsichtsbehörden im Rahmen ihres Mandats eine Rolle bei der Bewältigung der Herausforderung des Biodiversitätsverlustes selbst und der damit verbundenen Wissenslücken spielen können, von der Bewertung und Überwachung des Zusammenhangs zwischen Biodiversitätsverlust und Finanzstabilität bis hin zur Überlegung, ob Zentralbankportfolios Naturschutzziele enthalten sollten.
Die Anwendung eines "Double Materiality"-Ansatzes auf den Verlust der biologischen Vielfalt könnte besonders aufschlussreich sein. Naturbedingte Gefahren können Unternehmen und Finanzinstitute betreffen, aber Unternehmen und Finanzinstitute können auch die Biodiversität und das Klima beeinflussen. Dies legt nahe, dass ein umfassender Ansatz für das Risikomanagement berücksichtigen sollte, wie Finanzinstitute biodiversitätsbezogenen finanziellen Risiken ausgesetzt sind, aber auch, wie sie zu solchen Risiken beitragen.

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